Reise-Apps: Was wir nutzen

Für die Reise­planung und unterwegs gibt es eine Menge Apps. Hier findest du die, die wir nutzen und bei uns auf keiner Reise fehlen dürfen – und noch ein paar zusätzliche Tipps.

Navigation

Waze

Waze ist eine Navigations-App für die Routen­planung im Auto­verkehr und warnt in Echtzeit vor Staus, Sperrungen, Blitzern und Polizei­kontrollen. Die Daten werden direkt von anderen Fahrern in der App eingetragen und können bei Bedarf schnell von der Community aktualisiert werden. Besonders in Ländern, wo es viele Blitzer und Kontrollen gibt, macht das einen großen Unter­schied.

Hinweis: In Ländern mit nicht-lateinischer Schrift (z. B. Georgien, Griechenland oder arabisch­sprachige Länder) kann die Ziel­anzeige schwer lesbar sein. In dem Fall ist Google Maps die sicherere Wahl für die Navigation.
Unsere Erfahrung: Waze ist für uns ein absolutes Must-have auf jeder Auto­fahrt im Ausland. Es hat uns schon oft vor Blitzern und Polizei­kontrollen gewarnt. Vor allem in Nord­mazedonien, wo schnell hohe Buß­gelder drohen, hat uns Waze mehrfach geholfen.

Google Maps

Google Maps ist genau wie Waze eine Navigations-App für die Routen­planung, zeigt aber neben dem Auto­verkehr auch Wege für Fuß­gänger und Fahrrad­fahrer sowie ÖPNV-Verbindungen an. Während Waze bei der Warnung vor Gefahren und Verkehrs­kontrollen auf der Route überzeugt, ist Google Maps besser in der Suche von beispiels­weise Restaurants, Sehens­würdigkeiten und Tank­stellen, inklusive Rezensionen.

Hinweis: In Ländern mit weniger gut ausgebauter Infra­struktur, vor allem in ländlichen Regionen, schlägt Google Maps manchmal nicht befahr­bare Wege vor. Das solltest du bei der Nutzung immer im Hinter­kopf behalten.
Unsere Erfahrung: Wir nutzen beide Apps parallel: Waze übernimmt die Fahrt, Google Maps läuft im Hinter­grund für die spezifische Orts­suche. So nutzen wir das Beste von beiden.

Geld & Währung

ATM Fee Saver

Die App ATM Fee Saver zeigt dir in über 180 Ländern, welche Geld­automaten in der Nähe welche Gebühren für ausländische Karten erheben, inklusive des maximalen Abhebungs­limits. Mit dem integrierten Gebühren­rechner kannst du den gewünschten Betrag eingeben und siehst sofort, was dich jeder Automat konkret kostet. Die meisten Funktionen in der App sind kostenlos, die Premium-Version mit erweiterten Filter- und Sortier­funktionen ist optional.

Hinweis: Die Daten stammen haupt­sächlich aus offiziellen Quellen, können sich aber kurzfristig ändern. Daher lohnt es sich immer, sie vor der Abhebung nochmal zu prüfen.
Unsere Erfahrung: Bevor wir Geld abheben, schauen wir immer kurz in der App nach, welcher Automat sich am meisten lohnt. Das dauert nur eine Minute und spart uns oft mehrere Euro pro Abhebung. Die angezeigten Gebühren waren bei uns bisher auch immer korrekt.

Währungsrechner Finanzen100

Finanzen100 ist ein kostenloser Währungs­rechner. Die Kurse lassen sich per WLAN aktualisieren und sind dann offline verfügbar. Neben dem Rechner gibt es eine praktische Übersicht, die gängige Beträge wie 1, 2, 5, 10, 25, 50 und 100 in beiden Währungen automatisch anzeigt, sowie einen Chart zur Kurs­entwicklung. Praktisch ist auch der integrierte Trinkgeld­rechner, mit dem du anhand des eingegebenen Betrags ausrechnen kannst, wie viel Trink­geld zum Beispiel 10% sind.
Unsere Erfahrung: Wir nutzen die App oft in Restaurants oder im Super­markt, um schnell Preise in die Landes­währung umzurechnen. Auf dem iPhone nutzen wir manchmal auch den eingebauten Währungs­rechner der Rechner-App. Beide sind für genaue Beträge gut geeignet, wobei die Finanzen100 App mit den zusätzlichen Features bei uns punktet.

Tricount

Tricount ist eine kostenlose App, die dabei hilft, den Überblick über gemeinsame Ausgaben zu behalten. Du trägst ein, wer was bezahlt hat, und kannst den Betrag gleich­wertig, pro Person oder prozentual aufteilen. Am Ende rechnet die App auto­matisch aus, wer wem wie viel schuldet, und zwar so, dass möglichst wenige Zahlungen nötig sind. Das ist besonders praktisch in größeren Gruppen, wo der Über­blick schnell verloren geht. Im Ausland kommt hinzu, dass Ausgaben in Fremd­währung laufen und mal bar, mal mit Karte bezahlt wird. Mit Tricount kann alles trans­parent gehalten werden.

Hinweis: Wer ein gemein­sames Konto hat, stößt auf eine Einschränkung: Die App erlaubt nur, dass eine Person für eine andere bezahlt und nicht, dass beide gleich­zeitig für beide bezahlt haben. Pro-Tipp: Lade einfach eine dritte „Person“ in den Tricount ein. Diese könnt ihr dann für Ausgaben benutzen, die ihr von einem gemeinsamen Konto bezahlt habt. Alternativ könnt ihr auch die Ausgabe halbieren und doppelt eintragen.
Unsere Erfahrung: Wir haben Tricount auf jeder Gruppen­reise genutzt und tun es auch heute noch zu zweit, privat und auf Reisen. Tricount spart so manche Diskussion, und gibt gleichzeitig ein gutes Gefühl, jederzeit den Überblick über die Ausgaben zu haben.

Unterkunft & Mietwagen

Booking.com & Airbnb

Booking.com und Airbnb sind die beiden Platt­formen, die wir hauptsächlich für Unterkunfts­suche nutzen. Beide haben umfangreiche Filter­optionen und ein breites Angebot. Es lohnt sich immer, die Platt­formen zu vergleichen, da Preise je nach Reise­ziel teils erheblich voneinander abweichen können.

Booking.com eignet sich besonders für Hotels und kleinere Unter­künfte, oft mit der Option auf kosten­loses Frühstück. Airbnb ist die bessere Wahl, wenn man eine ganze Ferien­wohnung mit Koch­möglichkeit sucht oder mit dem Hund unterwegs ist.
Unsere Erfahrung: Wir investieren gerne etwas mehr Zeit in die Unterkunfts­suche, da sie für uns einen großen Einfluss auf das Reise­erlebnis hat. Mit beiden Platt­formen haben wir bisher gute Erfahrungen gemacht. Welche wir wählen, hängt davon ab, was wir auf der Reise brauchen.

Check24 & billiger-mietwagen.de

Mit den Mietwagen­vergleichs­portalen von Check24 und billiger-mietwagen.de kannst du Mietwagen­angebote verschiedener Anbieter auf einen Blick vergleichen. Beide Portale überzeugen durch umfangreiche Filter­möglichkeiten bei Fahrzeugauswahl und Versicherungs­optionen, eine transparente Preis­darstellung und einen über­sichtlichen Buchungs­prozess.

Besonders der Versicherungs­filter ist praktisch: Direkt zu Beginn gesetzt, wird der Versicherungs­preis von Anfang an in den Gesamt­preis inkludiert angezeigt. Bei anderen Plattformen taucht die Versicherung oft erst am Ende des Buchungs­prozesses auf, sodass ein vermeintlich günstiger Preis bei Abschluss deutlich teurer wird. Da beide Portale deutsche Unternehmen sind, hast du im Problem­fall auch einen deutschen Ansprech­partner.
Alles über Buchung, Abholung und Rückgabe im Mietwagen-Guide lesen
Unsere Erfahrung: Auf beiden Portalen haben wir bisher immer problemlos gebucht. Ein Tipp: Manchmal fragen Mietwagen­anbieter bei der Abholung nochmal nach einer Versicherung, obwohl du bereits eine hast. Einfach verneinen und den Versicherungs­nachweis vorlegen.

Planst du bald deine nächste Reise?

Wenn dir dieser Beitrag weiterhilft, würden wir uns freuen, wenn du deinen Mietwagen und deine Unterkünfte über unseren Link (mit * markiert) buchst. Für dich ändert sich am Preis nichts. Uns hilft es, dir diesen Reiseguide weiterhin kostenlos und ohne Werbeanzeigen anzubieten. Wir danken dir von Herzen!


Kommunikation & Übersetzung

Google Translate & DeepL.com

Google Translate und DeepL sind die beiden Übersetzungs-Apps, die wir auf unseren Reisen nutzen. Beide unterstützen Text­eingabe, Sprache und Kamera­übersetzung. Letzteres ist besonders praktisch für Speise­karten oder Schilder.
 
Google Translate unterstützt mehr Sprachen und funktioniert offline, wenn du das Sprach­paket vorher herunter­lädst. DeepL hat ein kleineres Sprach­angebot, übersetzt dafür aber natürlicher und nicht so steif. Für weniger verbreitete Sprachen oder Offline-Nutzung ist Google Translate die bessere Wahl, für natürliche Übersetzungen DeepL.
Unsere Erfahrung: Ein Geheim­tipp für Android-Nutzer ist die Funktion Circle to Search mit der du direkt im Foto einen Text markieren und ihn sofort übersetzen lassen kannst, ohne eine weitere App zu öffnen. Wir nutzen das inzwischen öfter als die Kamera­funktion in Google Translate oder DeepL.

Sicherheit

Sicher Reisen (Auswärtiges Amt)

Die kosten­lose App Sicher Reisen des Auswärtigen Amts bündelt alle wichtigen Informationen für eine sichere Auslands­reise. Für jedes Land gibt es aktuelle Reise- und Sicherheits­hinweise, zum Beispiel zu Kriminalität, medizinischer Versorgung und aktuellen Gefahren­lagen sowie Einreise­bestimmungen und die Adressen der deutschen Auslands­vertretungen vor Ort. Über Push-Benachrichtigungen kannst du dich automatisch informieren lassen, wenn sich die Sicherheits­lage in deinem Reise­land ändert.

Praktisch ist auch die Möglich­keit, sich direkt über die App in der Krisen­vorsorge­liste ELEFAND zu registrieren. So kann dir das Auswärtige Amt im Ernstfall schnell helfen. Viele Funktionen sind zudem offline verfügbar.

Hinweis: Leider wird bisher nicht angezeigt, was sich konkret geändert hat, sodass du die Hinweise dann manuell prüfen musst.
Unsere Erfahrung: Wir nutzen die Reise- und Sicherheits­hinweise des Auswärtigen Amts vor jeder Reise, entweder direkt über die App oder auf der Website. Das gibt einen guten ersten Über­blick über die Lage im Land. Die Informationen lassen sich außerdem gut für eine erste Einschätzung nutzen, ob sich das nächste Wunsch­ziel aktuell überhaupt gut bereisen lässt.

Airlines

Apps der gebuchten Airlines

Fast jede Airline hat mittlerweile eine eigene App, über die du Flüge buchen, einchecken und den Boarding­pass direkt auf dem Handy abrufen kannst. Wenn Boarding­pässe im Apple Wallet oder Google Wallet gespeichert sind, werden sie automatisch einige Stunden vor Abflug oder wenn du dich am Flug­hafen befindest (Ortungs­dienste müssen dafür aktiviert sein) in den Benach­richtigungen angezeigt. Push-Benach­richtigungen können dich zudem über Gate-Änderungen oder Verspätungen informieren.

Reisetagebuch

FindPenguins

FindPenguins ist eine kosten­lose App zum Schreiben digitaler Reise­tage­bücher. Du legst eine Reise an und erstellst dazu sogenannte Footprints: Das sind Einträge mit Titel, Text, bis zu 20 Fotos und zwei Videos, denen du einen Standort und eine Uhrzeit zuweist. Die zurückgelegten Routen auf den Reisen können nach Aktivierung automatisch durch den Travel Tracker aufgezeichnet werden. In deinem Profil findest du zudem eine Welt­karte, auf der du die Footprints von all deinen Reisen findest. Du kannst deine Reise entweder öffentlich mit der Community teilen oder privat per Link mit Familie und Freunden , ohne dass diese einen eigenen Account benötigen.
Unsere Erfahrung: Wir nutzen FindPenguins seit ein paar Jahren auf jeder Reise als digitales Tage­buch. Es hilft uns, Erlebnisse direkt festzuhalten und nichts zu vergessen. Familie und Freunde können alles über einen Link mitverfolgen, ohne eigenen Account und ohne WhatsApp-Gruppe oder Instagram, wo nicht alle nach Updates gefragt haben. Jeder entscheidet selbst, ob und wann er reinschaut.

FAQ

Für jede Reise gehören diese Apps zur Grund­ausstattung: Waze und Google Maps für die Navigation, eine Übersetzungs-App wie Google Translate oder DeepL, die App deiner gebuchten Airline sowie die Sicher Reisen App vom Auswärtigen Amt. Wer außerhalb der EU unter­wegs ist, sollte zusätzlich ATM Fee Saver und einen Währungs­rechner wie Finanzen100 installieren.
Neben den Standard-Apps für Navigation, Übersetzung und der App deiner Air­line sind außerhalb der EU noch folgende wichtig: ATM Fee Saver zum Finden günstiger Geld­automaten, Finanzen100 als Währungs­rechner und – wer vorab eine eSIM bucht – die entsprechende App für mobiles Internet.
Beide Apps haben ihre Stärken, daher nutzt du sie am besten parallel. Für die Fahrt ist Waze die bessere Wahl, da es zuverlässiger vor Blitzern, Polizei­kontrollen und Staus warnt. Google Maps ist stärker bei der Orts­suche und in Ländern mit nicht-lateinischer Schrift besser lesbar.
Für die Reise­planung eignet sich Google Maps sehr gut. Du kannst Orte wie Restaurants, Sehens­würdigkeiten oder Unter­künfte in selbst erstellten Listen abspeichern und deine Route entlang dieser Orte planen. Das ist besonders praktisch, wenn du dich auf Social Media oder in Reise­führern inspirieren lässt und die Orte dann für später sichern willst.
Ja, die kostenlose Sicher Reisen App vom Auswärtigen Amt bietet aktuelle Reise- und Sicherheits­hinweise für alle Länder. Du kannst dein Reise­land als Favorit speichern und wirst per Push-Benachrichtigung informiert, wenn sich die Sicherheits­lage ändert.
Für das Tracking von Reise­kosten eignet sich eine Kosten­tracking-App wie Tricount. Du trägst ein, wer was bezahlt hat, und die App rechnet aus, wer wem wie viel schuldet mit möglichst wenig Zahlungen. Die App ist kosten­los und funktioniert sowohl für Gruppen als auch zu zweit.
Finanzen100, Google Translate, und die Sicher Reisen App des Auswärtigen Amts funktionieren offline, wenn man die Daten vorher herunterlädt. DeepL, Waze und Google Maps brauchen grundsätzlich eine Internet­verbindung, wobei Google Maps das Herunter­laden von Karten-Regionen für die Offline-Nutzung anbietet.

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