Costa Rica Rund­reise: Die belieb­teste Reise­route

Für eine Rund­reise durch Costa Rica solltest du mindes­tens zwei, besser drei Wochen ein­planen. Auch wenn das Land nicht groß ist, können Fahrten durch die kurvigen Berg­strecken, Schotter­pisten und teil­weise schlecht aus­gebauten Straßen oft länger dauern als die Kilo­meter­zahl vermuten lässt. Wer mit zu wenig Zeit plant, verbringt mehr Zeit im Auto, anstatt die Natur Costa Ricas zu erleben.

Mit mehr Zeit lässt sich die Route auch mit einem Abstecher nach Panama verbinden.

Wittikos Costa Rica Rund­reise: Drei Wochen mit Tauch­kurs in Sámara

Meine Einschätzung der Rundreise

Costa Rica besticht mit seiner Artenvielfalt und traumhaften Stränden. Mich persönlich haben aber nicht alle Orte, die als Highlights beschrieben werden, überzeugt. Das ist meine Einschätzung:

San José (Hauptstadt)

San José liegt im Zentrum des Landes und eignet sich daher gut als Ausgangs­punkt für jede Reise. Neben den National­parks und Küsten­regionen ist San José aber weniger spektakulär und war daher nur ein Zwischen­stopp. Eine Nacht am Anfang reicht, um sich die Stadt anzuschauen, eine SIM-Karte zu besorgen, den Miet­wagen abzuholen und Proviant für die Fahrt einzukaufen.

La Fortuna/Arenal

La Fortuna am Fuße des Vulkan Arenal war der zweite Stopp auf meiner Route, an dem ich zwei Nächte verbracht habe. Auf dem Weg dorthin habe ich noch einen Stopp beim Vulkan Poás gemacht. In der Region selbst habe ich Wasser­fälle und eine Thermal­quelle besucht und bin den Bogarin Trail gelaufen. Da la Fortuna einer der touris­tischsten Orte Costa Ricas ist, sind auch die Preise für Touren und Restaurants ent­sprechend höher. Zwei Tage reichen dort aus.

Monteverde

In Monte­verde habe ich drei Nächte verbracht und es war der beste Stopp meiner Reise, weil das Gesamt­paket gestimmt hat: eine gute Unter­kunft, gutes Essen, coole Leute und eine Viel­zahl an möglichen Aktivitäten. Ich habe dort eine Kaffee-Farm besucht, war im National­park wandern, habe eine Nacht­wanderung im Nebel­wald gemacht und bin dabei den hohlen Baum­stamm eines Ficus hoch­geklettert. Da es in und um Monte­verde viele Touren und Aktivitäten gibt, lohnen sich hier drei bis vier Tage. Ich wäre dort gerne noch länger geblieben.

Manuel Antonio

Nach dem Regen­wald ging es weiter an die Pazifik­küste Richtung Manuel Antonio, wo ich zwei Nächte verbracht habe. Dort habe ich den National­park besucht, war im Meer schnorcheln und habe die Wasser­fälle in der Umgebung erkundet. Insgesamt hat mich Manuel Antonio aber weniger begeistert als erwartet. Der Ort ist sehr touristisch und im Vergleich zu anderen Orten auch teurer. Für mich haben zwei Nächte gereicht. Wenn Manuel Antonio nicht auf der Reise­route liegt, würde ich abwägen, ob sich ein Abstecher dorthin lohnt.

Playa Islita

Playa Islita liegt abgelegen auf der Nicoya-Halb­insel und ist vor allem ein ruhiger Natur­stopp zum Entspannen, für kleinere Wanderungen, aber auch für Wasser­sport­aktivitäten geeignet. Ich war dort schwimmen und surfen und habe Vögel und Wale vor der Küste beobachtet, wobei Wal­beobachtung saison­abhängig ist. Für zwei Tage abseits des Massen­tourismus hat mir Playa Islita gut gefallen, länger hätte ich persönlich aber auch nicht bleiben müssen. Wer Ruhe und Natur sucht, ist hier richtig, wer mehr Aktivitäten und Abwechslung sucht, fährt besser direkt nach Sámara weiter.

Sámara

Nach der kurzen Aus­zeit an der Playa Islita ging es weiter nach Sámara, wo ich wegen meines ein­wöchigen Tauch­kurses sieben Nächte verbracht habe. Der Ort bietet alles für einen längeren Aufenthalt: Super­märkte, Restaurants, Bars und einen Kunst­handwerk­markt. Auch in der Umgebung gibt es genug Ausflugs­ziele und Aktivitäten. Für mich war der Ort mit seinem Surfer-Vibe und seiner entspannten Atmos­phäre einer meiner liebsten Stopps an der Pazifik­küste.

Zurück nach San José

Da die Fahrt von Sámara zurück nach San José mit fünf Stunden recht lang ist, lohnt sich noch eine Nacht in der Haupt­stadt, um unnötigen Stress bei der Rück­fahrt und dem Flug zu vermeiden.

Dafür habe ich mir noch eine Nacht im DoubleTree by Hilton gegönnt. Nach drei Wochen mit schwachem Wasser­druck in einfachen Unter­künften war eine ordentliche Dusche und Spa genau das Richtige zum Abschluss.

Mein Fazit zur Rund­reise in Costa Rica

San José ist in der Regel Start- und End­punkt einer Rund­reise, beispiels­weise um einen Miet­wagen abzuholen oder eine SIM-Karte zu besorgen. Für einen längeren Aufent­halt gibt es jedoch deutlich spannendere Ort. Die Stopps, die mich am meisten begeistert haben, waren die Vulkan­land­schaften zwischen San José und La Fortuna und Monte­verde mit seinem Regen­wald.

An der Pazifik­küste hängt die Wahl der Orte stärker von den eigenen Interessen ab: Manuel Antonio lohnt sich vor allem wegen des National­parks, ist jedoch touristischer und teurer als viele andere Orte. Wer den National­park nicht besuchen möchte, kann den Ort auch auslassen. Playa Islita eignet sich für alle, die abseits der größeren Touristen­orte einen ruhigen Zwischen­stopp suchen. Sámara kombiniert eine gute Mischung aus Wasser­sport, Strand und Nacht­leben und eignet sich damit für einen längeren Aufent­halt.

FAQ

Für eine Rundreise in Costa Rica solltest du mindestens zwei Wochen einplanen, ideal sind drei Wochen. In 14 Tagen lassen sich die wichtigsten Regionen erkunden, drei Wochen geben mehr Spielraum bei langen Fahrten und für längere Aufent­halte an einzelnen Stopps. Wer nur 7 bis 10 Tage Zeit hat, kann die Route einkürzen, muss aber Abstriche machen.
Für eine Rund­reise in Costa Rica ist ein Miet­wagen die flexibelste Option. Die wichtigsten touristischen Regionen lassen sich auch mit öffentlichen Bussen oder Shuttles erreichen, für abgelegenere Orte wie die Nicoya-Halbinsel wird das aber deutlich umständ­licher. Mit einem Miet­wagen bist unabhängig von Fahr­plänen und Shuttle­anbietern und kannst Zwischen­stopps beliebig und spontan einplanen.
In Costa Rica lohnt sich ein SUV wegen der vielen Schotter­pisten, Schlag­löcher und schlecht ausgebauten Straßen, vor allem auf der Nicoya-Halbinsel. Einen Kompakt­wagen kannst du für gut ausgebaute Haupt­strecken zwischen den großen Städten nutzen, auf unwegsamen Strecken ist er aber anfälliger für Schäden.
Die wichtigsten Stopps bei einer Rund­reise in Costa Rica sind, neben San José als Ausgangs­punkt, La Fortuna mit dem Vulkan Arenal, Monte­verde mit seinem Nebel­wald und die Pazifik­küste von der Nicoya-Halb­insel bis nach Manuel Antonio.