Costa Rica Rundreise: Die beliebteste Reiseroute
Für eine Rundreise durch Costa Rica solltest du mindestens zwei, besser drei Wochen einplanen. Auch wenn das Land nicht groß ist, können Fahrten durch die kurvigen Bergstrecken, Schotterpisten und teilweise schlecht ausgebauten Straßen oft länger dauern als die Kilometerzahl vermuten lässt. Wer mit zu wenig Zeit plant, verbringt mehr Zeit im Auto, anstatt die Natur Costa Ricas zu erleben.
Mit mehr Zeit lässt sich die Route auch mit einem Abstecher nach Panama verbinden.
Mit mehr Zeit lässt sich die Route auch mit einem Abstecher nach Panama verbinden.
Wittikos Costa Rica Rundreise: Drei Wochen mit Tauchkurs in Sámara
Du hast nicht so viel Zeit?
Meine Empfehlung für 14 Tage Rundreise:
2 Nächte San José, 2 Nächte La Fortuna/Arenal, 4 Nächte Monteverde, 2 Nächte Manuel Antonio, 2 Nächte Playa Islita, 2 Nächte Sámara und 1 Nacht am Ende in San José.
Noch kürzer unterwegs?
Meine Empfehlung für 7-10 Tage Rundreise:
1 Nacht San José, 3-4 Nächte Monteverde, 2 Nächte Manuel Antonio, 0-2 Nächte Playa Islita, 2 Nächte Sámara und 1 Nacht am Ende in San José.
Meine Einschätzung der Rundreise
Costa Rica besticht mit seiner Artenvielfalt und traumhaften Stränden. Mich persönlich haben aber nicht alle Orte, die als Highlights beschrieben werden, überzeugt. Das ist meine Einschätzung:
San José (Hauptstadt)
San José liegt im Zentrum des Landes und eignet sich daher gut als Ausgangspunkt für jede Reise. Neben den Nationalparks und Küstenregionen ist San José aber weniger spektakulär und war daher nur ein Zwischenstopp. Eine Nacht am Anfang reicht, um sich die Stadt anzuschauen, eine SIM-Karte zu besorgen, den Mietwagen abzuholen und Proviant für die Fahrt einzukaufen.
La Fortuna/Arenal
La Fortuna am Fuße des Vulkan Arenal war der zweite Stopp auf meiner Route, an dem ich zwei Nächte verbracht habe. Auf dem Weg dorthin habe ich noch einen Stopp beim Vulkan Poás gemacht. In der Region selbst habe ich Wasserfälle und eine Thermalquelle besucht und bin den Bogarin Trail gelaufen. Da la Fortuna einer der touristischsten Orte Costa Ricas ist, sind auch die Preise für Touren und Restaurants entsprechend höher. Zwei Tage reichen dort aus.
Monteverde
In Monteverde habe ich drei Nächte verbracht und es war der beste Stopp meiner Reise, weil das Gesamtpaket gestimmt hat: eine gute Unterkunft, gutes Essen, coole Leute und eine Vielzahl an möglichen Aktivitäten. Ich habe dort eine Kaffee-Farm besucht, war im Nationalpark wandern, habe eine Nachtwanderung im Nebelwald gemacht und bin dabei den hohlen Baumstamm eines Ficus hochgeklettert. Da es in und um Monteverde viele Touren und Aktivitäten gibt, lohnen sich hier drei bis vier Tage. Ich wäre dort gerne noch länger geblieben.
Manuel Antonio
Nach dem Regenwald ging es weiter an die Pazifikküste Richtung Manuel Antonio, wo ich zwei Nächte verbracht habe. Dort habe ich den Nationalpark besucht, war im Meer schnorcheln und habe die Wasserfälle in der Umgebung erkundet. Insgesamt hat mich Manuel Antonio aber weniger begeistert als erwartet. Der Ort ist sehr touristisch und im Vergleich zu anderen Orten auch teurer. Für mich haben zwei Nächte gereicht. Wenn Manuel Antonio nicht auf der Reiseroute liegt, würde ich abwägen, ob sich ein Abstecher dorthin lohnt.
Playa Islita
Playa Islita liegt abgelegen auf der Nicoya-Halbinsel und ist vor allem ein ruhiger Naturstopp zum Entspannen, für kleinere Wanderungen, aber auch für Wassersportaktivitäten geeignet. Ich war dort schwimmen und surfen und habe Vögel und Wale vor der Küste beobachtet, wobei Walbeobachtung saisonabhängig ist. Für zwei Tage abseits des Massentourismus hat mir Playa Islita gut gefallen, länger hätte ich persönlich aber auch nicht bleiben müssen. Wer Ruhe und Natur sucht, ist hier richtig, wer mehr Aktivitäten und Abwechslung sucht, fährt besser direkt nach Sámara weiter.
Sámara
Nach der kurzen Auszeit an der Playa Islita ging es weiter nach Sámara, wo ich wegen meines einwöchigen Tauchkurses sieben Nächte verbracht habe. Der Ort bietet alles für einen längeren Aufenthalt: Supermärkte, Restaurants, Bars und einen Kunsthandwerkmarkt. Auch in der Umgebung gibt es genug Ausflugsziele und Aktivitäten. Für mich war der Ort mit seinem Surfer-Vibe und seiner entspannten Atmosphäre einer meiner liebsten Stopps an der Pazifikküste.
Zurück nach San José
Da die Fahrt von Sámara zurück nach San José mit fünf Stunden recht lang ist, lohnt sich noch eine Nacht in der Hauptstadt, um unnötigen Stress bei der Rückfahrt und dem Flug zu vermeiden.
Dafür habe ich mir noch eine Nacht im DoubleTree by Hilton gegönnt. Nach drei Wochen mit schwachem Wasserdruck in einfachen Unterkünften war eine ordentliche Dusche und Spa genau das Richtige zum Abschluss.
Dafür habe ich mir noch eine Nacht im DoubleTree by Hilton gegönnt. Nach drei Wochen mit schwachem Wasserdruck in einfachen Unterkünften war eine ordentliche Dusche und Spa genau das Richtige zum Abschluss.
Mein Fazit zur Rundreise in Costa Rica
San José ist in der Regel Start- und Endpunkt einer Rundreise, beispielsweise um einen Mietwagen abzuholen oder eine SIM-Karte zu besorgen. Für einen längeren Aufenthalt gibt es jedoch deutlich spannendere Ort. Die Stopps, die mich am meisten begeistert haben, waren die Vulkanlandschaften zwischen San José und La Fortuna und Monteverde mit seinem Regenwald.
An der Pazifikküste hängt die Wahl der Orte stärker von den eigenen Interessen ab: Manuel Antonio lohnt sich vor allem wegen des Nationalparks, ist jedoch touristischer und teurer als viele andere Orte. Wer den Nationalpark nicht besuchen möchte, kann den Ort auch auslassen. Playa Islita eignet sich für alle, die abseits der größeren Touristenorte einen ruhigen Zwischenstopp suchen. Sámara kombiniert eine gute Mischung aus Wassersport, Strand und Nachtleben und eignet sich damit für einen längeren Aufenthalt.
An der Pazifikküste hängt die Wahl der Orte stärker von den eigenen Interessen ab: Manuel Antonio lohnt sich vor allem wegen des Nationalparks, ist jedoch touristischer und teurer als viele andere Orte. Wer den Nationalpark nicht besuchen möchte, kann den Ort auch auslassen. Playa Islita eignet sich für alle, die abseits der größeren Touristenorte einen ruhigen Zwischenstopp suchen. Sámara kombiniert eine gute Mischung aus Wassersport, Strand und Nachtleben und eignet sich damit für einen längeren Aufenthalt.