Essen in Panama: Typische Gerichte, Früchte und wo du sie fin­dest

In Panama findest du je nach Region unter­schied­liche Küchen: In länd­lichen Orten servieren viele traditio­nelle lokale Rest­aurants, so­genannte Fondas, vor allem Gerichte mit Fleisch, Reis und Pata­cones oder Fisch. In den großen Städten und Touristen­orten erwarten dich neben der traditio­nellen panama­ischen Küche auch inter­nation­ale Cafés, Restau­rants und Fusion-Küche.

Typische panama­ische Gerichte

In Panama wird traditi­onell Fleisch mit Reis und Pata­cones ser­viert, oft in Kombi­nation mit Chicharrón (knus­priger Schweine­bauch), Carimañola (frittierte Yuca-Rolle) oder Ropa Vieja (zer­rupftes Rind­fleisch mit Gemüse in Tomaten­soße).

Traditi­onell ist außer­dem Tamal de Olla, eine ab­gewandelte Form von Tamale. Tamale ist ein Mais­teig ge­füllt mit Fleisch, in Bananen- oder Mais­blätter ein­gewick­elt. Tamal de Olla wird je­doch nicht in Blätter ge­wick­elt, sondern direkt im Topf ge­schmort.

Eines der Nationalgerichte Panamas ist der Sancocho, ein kräftiger Hühnereintopf mit Gemüse wie Yuca, Zwiebeln und Knoblauch sowie Gewürzen wie Koriander und Oregano.

Ein weiteres traditi­onelles Gericht ist Almoj­ábano, eine frit­tierte Mais­spezial­ität mit frischem Weiß­käse (queso blanco) in S-Form, das oft zum Früh­stück, aber auch als Bei­lage zum Mittag- oder Abend­essen serviert wird.

In ein­fachen Restau­rants ab­seits der Touriste­norte, wie zum Beispiel dem Cachirre in Guararé an der Küste der Azuero-Halb­insel, bekommst du einen Teller mit Reis, Fleisch und Pata­cones für etwa 3-7 US-Dollar. Im El Trapiche in Panama-City gibt es auch einen gemischten Teller (Fiesta Panameña) für 13,50 US-Dollar, um all diese Gerichte auf ein­mal in klein­eren Mengen zu probieren und sich nicht auf eins fest­legen zu müssen. An der Küste findest du zu­dem viel Fisch und Meeres­früchte auf den Speise­karten, zum Beispiel frit­tierten Fisch mit Pata­cones in der Coco Fastronomy in Bocas Town.
Teller mit Sancocho, Ropa Vieja, Reis mit Hühnchen, Tamal de Olla, frittierter Yuca, Carimañola, Patacones, Almojábano und Chicharrón

Tropische Früchte, die du probieren solltest

Panama bietet eine große Aus­wahl an trop­ischen Früchten, darunter Papaya, Mango, Melone, Ananas, Mango­stane, Drachen­frucht, Kokos­nuss und Chayote. Mango­stane haben eine lila Schale und weißes, saftig-süßes Frucht­fleisch im Inneren. Die gelbe Pita­haya ist eine Variante der pinken Drachen­frucht und schmeckt mild-süß. Die Chayote ist ein grünes, birnen­förmiges Kürbis­gewächs mit einem milden, aber wässrigen Geschmack und wird eher gekocht als roh verzehrt.
 
Früchte, die wir aus Deutschland kennen, wie Papaya, Melone, Mango und Ananas, schme­cken in trop­ischen Ländern wie Panama deutlich inten­siver und reifer. In Super­märkten sind die Früchte in der Regel recht teuer, daher am besten immer an Straßen­ständen kaufen, wo sie gün­stiger sind: Eine vier Kilo schwere Papaya haben wir für 1 US-Dollar an einem Straßen­stand gekauft. An der Küste, beispiels­weise am Eco Venao nahe Pedasí und auf einigen Inseln, gibt es zudem frisch auf­geschlagene Kokos­nüsse.

Kakao und Kaffee in Panama

Boquete ist die wicht­igste Kaffee­anbau­region Panamas. Am Fuße des Vulkans Barú haben die Bohnen durch den nähr­stoff­reichen Boden und das kühle Klima opti­male Beding­ungen. Panama ist zudem die Heimat des teu­ren und sehr ex­klusiven Geisha-Kaffee.

Eine der wichtigsten Anbau­regionen von Kakao in Panama ist die Region rund um Bocas del Toro. Das indi­gene Volk der Ngöbe baut den Kakao dort traditi­onell in Misch­kultur statt Mono­kultur mitten im Regen­wald ohne Chemi­kalien an, wo­durch dieser als beson­ders nach­haltig gilt. Im inter­nation­alen Vergleich produ­ziert Panama aber vergleichs­weise wenig davon. Roh schmeckt das weiße Frucht­fleisch um die Bohnen süß­lich, hat uns etwas an Lychee erin­nert, aber auch leicht säuer­lich.

Inter­nationale Küche neben der tradition­ellen Küche

Neben der traditi­onellen panama­ischen Küche gibt es vor allem in Touristen­orten wie Panama-City, Boquete und Bocas del Toro oft auch inter­nationale Rest­aurants und Cafés. Das ist gut für alle, die während ihrer Reise mal etwas an­deres als die lokalen Gerichte essen möchten. Wer da­gegen aus­schließ­lich panama­ische Küche auf der Reise er­wartet, muss dafür gegeben­enfalls in kleinere Orte fahren.

Für besonders gute inter­nationale (Fusion-)Küche em­pfehlen wir einen Besuch des The Rock in Boquete oder The Hummingbird in Bocas del Toro.

FAQ

Als National­gericht Panamas gilt der Sancocho, ein kräftig, würziger Hühner­eintopf, serviert mit Reis, der in die Suppe gege­ben wird.
Eine Fonda ist in Panama ein ein­faches, lokales Restau­rant mit traditi­onellen Gerichten. Serviert werden meistens Reis, Pata­cones, Fleisch oder Fisch zu nied­rigen Preisen. Fondas sind vor allem in klein­eren Orten, abseits der Touristen­zentren, zu finden.  
In den meisten größeren Orten, wie zum Beispiel Panama-City oder Boquete, ist Leitungs­wasser grund­sätzlich trink­bar. In länd­lichen Gegen­den oder auf den Inseln ist eine gute Wasser­qualität nicht immer gegeben, wes­wegen ab­gefülltes Wasser, auch zum Zähne­putzen, empfohlen wird. Wer einen empfind­lichen Magen hat, sollte auch in Städten auf Flaschen­wasser zurück­greifen.
Trinkgeld ist in Panama zwar keine Pflicht, aber 10% des Rech­nungs­betrages sind in Restaurants üblich. Manch­mal wird bereits eine Service­gebühr er­hoben, das steht dann aber auf dem Bon drauf.
Am günst­igsten isst du in Panama in einfach, lokalen Restau­rants, den so­genannten Fondas. Gerichte mit Reis, Pata­cones, Fleisch oder Fisch gibt es dort meist­ens für 3-7 US-Dollar.